Seinen Weg und damit seinen Ausdruck zu kennen, bringt uns in den sicheren Raum. In dem Augenblick wo wir abstellen können in der Außenwelt -nur- zu funktionieren, entsprechen zu wollen, um uns Bestätigung für unsere Rollen abzuholen, entsteht ganz natürlich Verbindung. Und das Ganze ist so erfüllend, dass wir uns häufig wundern, was zum Berserker wir in dem Chaos von Konkurrenz und Wettbewerb wollten. Nichts davon braucht unsere Energie.
Deine ganz eigene Natur schafft ungezwungen Meisterwerke ohne dabei auf Bestätigung zu warten.
Warum aber ist es so schwer zu verstehen, wer wir sind, als auch unseren Weg und unseren Ausdruck zu kennen?
Wir brauchen grundsätzlich nicht zu verstehen. Verstehen kommt von Verstand und ist die Ursache, warum wir uns darauf konditioniert haben, nicht mehr unserem Bauchgefühl zu vertrauen sondern die Denkmaschine anzuwerfen und alle möglichen sowie unmöglichen Optionen abzuwägen. Ratio – die Vernunft.
Vielmehr aber geht es um Wahrnehmen.
Wir sind nicht mehr leicht damit, wer wir sind. Wir experimentieren nicht mehr mit dem was uns Freude macht. Wir spielen nicht mehr. Alles ist dem Prinzip der wirtschaftlichen Maximierung und dem Leistungsprinzip untergeordnet.
Kunst aber ist frei. Kunst ist unbegrenzt. Kunst zielt nicht auf Gewinn. Kunst ist Ausdruck.
Hinzu kommt, dass wir uns ausschliesslich in abgegrenzten Röumen bewegen, in dem nur die Person, die Information Zugang bekommt, die unserem Weltbild und den darin aufgestellten Bedingungen entspricht. Systeme, in denen wir Regeln Folge leisten müssen, um Sicherheit zu erfahren, was unsere ständige Kontrolle braucht. Das hat nichts von Lebendigkeit und Kreativität.
Wir beschränken unsere Natur und Freiheit, um was zu erfahren? Freiheit?
Einschränkung, Begrenzung, Kontrolle sind Kopf gesteuert, um setzen Strukturen auf, um unseren Versuch zu organisieren, Herr zu werden über Menschen, Tiere, Natur, das Wesen unserer Herkunft. Es geht dabei nicht um Leben, Grundversorgung, Gemeinnützigkeit und gegenseitige Unterstützung, weil wir Leitbilder entwickelt haben, die uns vergessen lassen, wer wir im Kern unseres Seins sind.
Selbst Menschen mit größter Wertschätzung und Respekt für das Gemeinwohl grenzen wir aus, weil sie „anders“ sind.
Anders sein bedroht das Kollektiv. Was wir nicht kennen, macht uns Angst und so stellen wir unsere wahre Natur und unseren Ausdruck hinter an. Diversität wird zur Bedingung.

Die Suche nach SELBST & LIEBE ist groß. Und jeder sucht im Außen. Es geht darum, aus dem Kopf zu kommen. Sicherheit in sich zu wissen und Begrenzung wieder aufzulösen. Es braucht dafür Präsenz in sich Räume zu lassen. Raum für Entfaltung. Raum für Erfahrung. Raum für Leben und Zusammenleben.
Systeme, Prozesse, Abläufe sind der rein organisatorische Teil unserer Produktionen.
In dem Augenblick, wo wir uns als Quelle wahrnehmen, die in ständigem Austausch mit seiner Umgebung ist, und als Teil eines Ganzen wirkt, stellen wir Selbstdarstellung zurück, projizieren nicht auf andere und fallen in unseren natürlichen Ausdruck, ohne den Drang nach Bestätigung. Wir streben nicht mehr nach Anerkennung für unser Werk, für unser Sein sondern sind die Anerkennung für uns selbst. Alles andere wird zur selbstgeschaffenen Kirmes mit der Hoffnung auf Erfüllung.
Unsere Systeme entstehen im Kopf! Als Werkzeuge für die Begrenzung von Raum in Form von Regelwerken, Hierarchien und Bedingung. Werden diese Systeme über die Selbstversorgung hinaus zur Massenproduktion verwendet, kippen ökologische Grundbedingungen, das natürliche Gleichgewicht und der Selbstausdruck in uns wird zur Inszenierung.
Liebe & Kunst fliesst aus dem Bauch heraus, aus Selbstwahrnehmung und dem Bewusstsein von Vollständigkeit und Verletzbarkeit.