Es ist leise im Universum. Unendliche Ruhe. Da ist einfach Nichts. Und Alles. Unendliche Weite, Grenzenlos organische Sphäre in einem unendlichen Raum. Alles ist eins. Stille.
Es gibt nichts zu tun. Einfach Ewigkeit. Ohne Zeit. Es fliesst, es blubbert, es wabert, es zischt, es rauscht, es bewegt sich, verändert sich und nimmt jede Gestalt an. Kein Anfang. Kein Ende. Das ist seine Natur. Einfach so.
Da ist kein Ziel, keine Bedingung, keine Regel. Einfach sein. Ein unendlicher Zustand von Veränderung.
Und plötzlich ein Schrei. Aus der Tiefe des Raumes eine Stimme, die sich in Wellen durch die Ewigkeit bewegt.
„Mama“.
Und kurz darauf wieder.
„Mama, Mama, Mama“.
Es scheint, als spräche die Sphäre zu sich -selbst-.
„Mama, wer bin ich?“.
„Du bist Du. Die unendliche bedingungslose Weite, die Stille, der Raum, die Liebe.“
„Das verstehe ich nicht.“
„Es gibt da nichts zu verstehen. Einfach nur zu sein und zu fliessen. Du bist die Quelle.“
„Aber wie kann ich verstehen, wer ich bin?“.
„Verstehen braucht Verstand. Dafür müsstest Du einen Körper haben, ein Gehirn und müsstest das Gegenteil von Dir kennen lernen.“
„Aber was heißt das?“.
„Ich schicke Dich auf eine Reise. Du bekommst dafür
- eine Form zur Bewegung,
- einen Denkapparat, um die Reise zu organiseren und
- behältst zur Verbindung Deine unendliche Natur.
Dazu gebe ich Dir Sinne, um die Schönheit deines Selbst zu erfahren. Du hast unendlich Information zur Verfügung. Dafür haben Deine Sinne Filter, um Dich stückweise auf die Größe Deiner wahren Natur vorzubereiten.
Es gibt jedoch keine Regeln.
Daher muss ich dich auf etwas hinweisen: Dein Fahrzeug ist konditionierbar. Sich in ein Einzelteil abzugrenzen, um das Gegenteil seiner Natur zu erfahren, führt Dich ins Extreme. Du wirst Dinge wider Deiner Natur tun, um herauszufinden, wer Du bist. Du wirst Rollen annehmen, die nichts mit Dir zu tun haben. Du wirst tiefstes Leid erfahren. Du wirst Deine Natur verleugnen und Abgründe kennen lernen, die Deinen Verstand in den Wahnsinn führen. Aber, Du bist zu jedem Zeitpunkt sicher. Sobald Du das Gefühl hast, verstanden zu haben, kannst Du loslassen und erfährst Dich in Deinen unendlichen Möglichkeiten. Ansonsten wiederholst Du Deine Erfahrung solange, bist Du bereit bist.“
„Mama, woran erkenne ich denn meinen Weg im Leben?“
„Du erkennst Deinen Weg in dem Augenblick, wo Du glücklich bist zu leben und Du Dich über den Moment freust, Dich selbst zu erfahren. Es gibt keine Zweifel und Du denkst nicht mit dem Verstand und einer Strategie, um zu sein. Wann immer Du vom Weg abkommst, gehe in die Natur und erinnere Dich.“


Ein Leben lang rennen wir im Kreis herum, um uns zu suchen. Sobald wir das Licht der Welt erblicken, tauchen wir ein in eine Umgebung, die uns konditioniert. Wir orientieren uns bei der Suche an anderen SucherInnen, die sich auf die Reise gemacht haben und lassen uns auf deren Bedingungen ein.
Alles um uns herum bestimmt unsere Entwicklung.
Und so stellen wir zu einem Augenblick fest, dass wir gar nicht unser Leben leben sondern dass wir uns auf einer endlosen Suche nach einer Antwort im Außen befinden. Wir glauben an Bedingungen, die uns aufwachen lassen. Wenn der Punkt A vollzogen ist, dann erfüllt sich Punkt B. Und wenn der Punkt B vollzogen ist, dann erfüllt sich Punkt C. Wir warten auf die Akzeptanz von außen, unsere Reise auf unsere Weise erfahren zu dürfen. Erfüllung jedoch findet von innen nach außen statt. Nicht umgekehrt.
Bedingungslose Liebe heißt bedingungslose Liebe, weil sie eben keine Bedingung hat. Die Konditionierung, die wir durch andere SucherInnen erfahren, führt uns immer in die Abhängigkeit deren Regeln entsprechen zu müssen, um nicht ausgeschlossen zu werden. Das führt in Folge dazu, dass wir ständig danach streben Bestätigung zu erfahren, in Ordnung zu sein.
Welches Regelwerk definiert diese Bedingung?
Und jetzt finden wir eine Wahrnehmung, die sich natürlich anfühlt oder unnatürlch anfühlt. Das haben wir für unsere Reise in Begriffe wie Respekt, Würde, Wertschätzung überführt, um unsere gegenseitige Erfahrung in diesem Leben in Frieden miteinander zu teilen.
Warum finden wir keinen Frieden?
Um das Gegenteil von sich wahrzunehmen, lässt sich unser Verstand darauf konditionieren in Abgrenzung zu denken. Das hat zur Folge, dass wir unsere gegenseitigen Reisen dahingehend limitieren, den Raum der anderen zu beeinflussen, um persönlich MEHR im Außen zu erfahren, was dazu führt, dass wir über unsere natürlichen Bedürfnisse konsumieren. Damit wiederum schaffen wir jedoch Ungleichgewichte sowohl in unserem Geist als auch unseren Ökosystemen, die uns nach Antworten suchen lassen.
Du, Dein Selbst aber ist die Antwort. Du mußt nicht danach suchen, weil Du die Quelle bist, die Liebe selbst.